Diamant
Zum ersten Mal trat der "König der Edelsteine" vor rund 6000 Jahren in Indien in Erscheinung. Dort wurde er als magischer Stein verehrt und von den herrschenden Kasten als Talisman getragen. Im antiken Rom hielt man Diamanten für Tränen der Götter, im Mittelalter beschrieb man sein Feuer als "göttlichen Glanz auf Erden". Stets war der Diamant Symbol für Vollkommenheit, Reinheit und Unverletzlichkeit. Davon zeugt auch sein Name, der dem griechischen Wort "adamas" entstammt und "der Unbezwingbare" bedeutet. Heute ziert der Diamant so manchen Verlobungsring als Symbol für ewige Liebe und unvergängliche Treue. Das Attribut der Unvergänglichkeit kommt nicht von ungefähr, haben doch viele Diamanten seit ihrer Entstehung Jahrmilliarden überdauert. Der bislang älteste Diamant wurde 2007 in Australien gefunden und ist mit mehr als 4 Milliarden Jahren fast so alt wie die Erde selbst.
Er besitzt zwar keine Edelsteinqualität, gibt aber wertvolle Aufschlüsse für die Erforschung der Erdgeschichte. Diamanten sind Minerale aus reinem Kohlenstoff, der 150 - 300 km tief im Erdmantel unter großem Druck und bei sehr hohen Temperaturen auskristallisiert. Durch vulkanische Eruptionen werden sie mit dem Magma an die Erdoberfläche transportiert und lagern dort in vulkanischen Eruptivschloten, den sogenannten Pipes. Oft werden sie infolge natürlicher Verwitterung weiter abgetragen und reichern sich in Sedimentgesteinen an. Die größten Diamantvorkommen befinden sich in Australien, weitere Lagerstätten gibt es in Brasilien, Venezuela, Kanada, Russland, China und Afrika.Rund 75 Prozent der abgebauten Diamanten werden wegen ihrer großen Verschleißfestigkeit und Härte - sie erreichen als einzige Edelsteine Mohshärte 10 - für industrielle Zwecke verwendet und sind aus hochwertigen

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