Platin
Es ist dreißigmal seltener als Gold und nach Rhodium das teuerste Edelmetall der Welt. Schon im alten
Ägypten und im Reich der Inkas wurde Platin zu Schmuck und Zierrat verarbeitet - die spanischen
Eroberer jedoch, die im 16. Jahrhundert das weiße Metall in Ecuadors Flussseifen fanden, hielten es für
"unfertiges Gold" und warfen es zurück ins Wasser. Sie nannten das vermeintlich wertlose Material
"platina" (kleines Silber), wovon noch heute sein Name zeugt.
Man kann es den Konquistadoren nicht verdenken, schließlich ließ sich das Metall wegen seines extrem hohen Schmelzpunkts bei 1774 °C weder schmelzen noch löten und erschien zunächst unbrauchbar. Es geriet bald in Vergessenheit, trat aber im 18. Jahrhundert wieder in Erscheinung und wurde 1751 vom schwedischen Forscher Scheffer den Edelmetallen zugeordnet. Man fand heraus, dass sich durch
Man kann es den Konquistadoren nicht verdenken, schließlich ließ sich das Metall wegen seines extrem hohen Schmelzpunkts bei 1774 °C weder schmelzen noch löten und erschien zunächst unbrauchbar. Es geriet bald in Vergessenheit, trat aber im 18. Jahrhundert wieder in Erscheinung und wurde 1751 vom schwedischen Forscher Scheffer den Edelmetallen zugeordnet. Man fand heraus, dass sich durch
Legierung mit Kupfer und Zinn der Schmelzpunkt senken und aus Platin Schmuck herstellen ließ. Mit
Erfindung des Daniellschen Hahns wurde es auch möglich, Platin ohne Zusätze zu schmelzen. Und so
stand dem Siegeszug des weißglänzenden Edelmetalls nichts mehr im Wege.
Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte zunächst Fabergé, der Hofjuwelier des russischen Zaren, und später auch Cartier die Qualitäten von Platin als Schmuckmaterial. Im Art Déco wurde es zum Liebling der Schmuckdesigner, und auch heute noch schätzt man seine besonderen Eigenschaften: Wegen seiner hohen Materialfestigkeit und Widerstandsfähigkeit eignet sich Platin perfekt zum Fassen von Edelsteinen, die sicher und geschützt in dem dichten, schweren Metall verankert sind. Vor allem Brillanten bringt sein weißer Schimmer perfekt zur Geltung. Platin ist sehr haltbar, läuft nicht an, und sein äußerst hoher
Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte zunächst Fabergé, der Hofjuwelier des russischen Zaren, und später auch Cartier die Qualitäten von Platin als Schmuckmaterial. Im Art Déco wurde es zum Liebling der Schmuckdesigner, und auch heute noch schätzt man seine besonderen Eigenschaften: Wegen seiner hohen Materialfestigkeit und Widerstandsfähigkeit eignet sich Platin perfekt zum Fassen von Edelsteinen, die sicher und geschützt in dem dichten, schweren Metall verankert sind. Vor allem Brillanten bringt sein weißer Schimmer perfekt zur Geltung. Platin ist sehr haltbar, läuft nicht an, und sein äußerst hoher

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